Alterthum Dr., Charlotte

Nachname: Alterthum
Vorname: Charlotte
Geburtsdatum: 02.12.1891
Geburtsort/Wohnort: Berlin/Berlin-Wilmersdorf, Sächsische Str. 45
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 20.05.1938 – 16.08.1938
Abgemeldet nach: Berlin
Beruf: Angestellte
Deportation/Flucht: Deportiert am 14.11.1941 von Berlin in das Ghetto Minsk
Sterbedatum und -ort:  –

 Charlotte (Lotte) Alterthum ist die Tochter von Siegfried und Therese Alterthum, geborene Loose. Sie hatte zwei Brüder, die rechtzeitig aus Deutschland fliehen konnten und die Shoah überlebten. Charlotte Alterthum hielt sich im Sommer 1938 drei Monate lang im Heim „Isenburg“ auf. Sie war hier vermutlich als Erzieherin tätig. Von Beruf war sie Lungenfachärztin, durfte diese Tätigkeit aber nach der nationalsozialistischen Machtergreifung nicht mehr ausüben. Während der Weimarer Republik hatte sie von 1926 bis 1929 Assistenzärztin in der Tuberkulose-Abteilung der städtischen Krankenanstalten Königsberg gearbeitet. 1933 wechselte sie an die Heilanstalt Berlin-Wittenau, wurde aber wenig später auf der Grundlage des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April 1933 entlassen. Von Neu-Isenburg aus kehrte sie nach Berlin zurück. Von dort wurde sie am 14. November 1941 in das Ghetto Minsk deportiert, wo sich ihre Spur verliert.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933-1945); Yad Vashem – Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer; Gedenkbuch Berlins: der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus; Ärztinnen im Kaiserreich: https://geschichte.charite.de/aeik/biografie.php?ID=AEIK01060 (Stand März 2018); http://docplayer.net/43399064-Our-family-heinz-and-thea-ruth-skyte-nee-ephraim-the-alterthums-of-schwerin-an-der-warthe.html (Stand März 2018);



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