Bär, Karola (später verh. Münzer)

Nachname:  Bär (später verh. Münzer)
Vorname:  Karola
Geburtsdatum:  13.03.1912
Geburtsort/Wohnort:  Karlsruhe, Gluckstr. 16
Aufenthalt im Heim „Isenburg“:  05.12.1927 – 09.10.1928
Abgemeldet nach:  Karsruhe, Gluckstr. 16
Beruf:
Deportation/Flucht: Deportiert am 12.01.1943 von Berlin in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz
Sterbedatum und -ort:  Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz

Karola Bär wuchs mit ihrem 1909 geborenen Bruder Norbert und ihrem Zwillingsbruder Kurt als Tochter des Handelsvertreters Julius Bär und seiner Ehefrau Zilli (geborene Schwarzwälder)  in Karlsruhe auf. Über ihre Kindheit ist nichts bekannt. Mit 15 Jahren kam Karola in die Obhut des Heims „Isenburg“. Möglicherweise waren Schwierigkeiten in der Familie dafür  der Anlass. 1930 wurde die Ehe der Eltern geschieden. Ein Dreivierteljahr später beging die Mutter Selbstmord.

Karola Bär hatte drei Kinder. 1933 gebar sie eine Tochter, die die Shoah bei nicht-jüdischen Pflegeeltern in Karlsruhe überlebte. Am 19. Oktober 1937  – Karola war inzwischen nach Heidelberg und von dort nach Berlin verzogen – kam Sohn Wolfgang zur Welt. In Berlin heiratete Karola Bär James Herbert Münzer. Beide hatten einen gemeinsamen Sohn, den am 8. November 1941 geborenen Gad.

Am 12. Januar 1943 wurde Karola Münzer zusammen mit ihren Söhnen Wolfgang und Gad in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. Auch ihr Ehemann, ihr Zwillingsbruder und ihr Vater wurden Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Gedenkbuch für die Karlsruher Juden (Gabriele Masterson, Januar 2006)



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