Bleich, Erna

Nachname: Bleich
Vorname: Erna
Geburtsdatum: 10.02.1925
Geburtsort/Wohnort: Frankfurt am Main
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 20.07.1938 – 17.08.1938
Abgemeldet nach: Letzte Frankfurter Adresse: Grüne Str. 38
Beruf:
Deportation/Flucht: Deportiert am 11.06.1942 von Frankfurt am Main in das Vernichtungslager Sobibór
Sterbedatum und -ort: Vernichtungslager Sobibór

Erna Bleich war in den Sommerferien 1938 mit 15 anderen Kindern aus Frankfurt für drei Wochen zur Erholung im Heim „Isenburg“.

Erna wurde am 10. Februar 1925 in Frankfurt am Main geboren. Sie wohnte mit ihren Eltern und vier jüngeren Geschwistern in der Grünestr. 38. Ernas Vater wurde bereits am 3. Mai 1940 in das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Oranienburg verschleppt, wo er am 19. Mai 1942 im Alter von 44 Jahren starb.

Erna Bleich wurde am 10. Juni zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in die Frankfurter Großmarkthalle getrieben. Am Morgen des 11. Juni 1942 verließ ein Zug mit über tausend Personen aus Frankfurt und den Landkreisen des Regierungsbezirks Wiesbaden Frankfurt in Richtung Lublin. Dort wurden vermutlich die arbeitsfähigen Männer aus dem Zug geholt und zur Zwangsarbeit in das KZ Majdanek gebracht. Die Kinder, Frauen und älteren Männer wurden – möglicherweise mit einem Zwischenaufenthalt im Ghetto Izbica – in das Vernichtungslager Sobibor transportiert. Überlebende dieser Deportation sind nicht bekannt. (Kingreen, Gewaltsam verschleppt, S. 373 f.) Unter den Opfern waren die 17-jährige Erna Bleich, ihre 45-jährige Mutter Ita und die jüngeren Geschwistern, der 14-jährige Heinrich Selig, der 12-jährige Salomon, die 8-jährige Ruth und der vier Jahre alte Hirsch Bleich.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945;



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