Blumenfeld, Frieda (Friedel)

Nachname: Blumenfeld
Vorname: Frieda (Friedel)
Geburtsdatum: 24.08.1911 (1912)
Geburtsort/Wohnort: Momberg bei Marburg
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 27./29.05.1941 – 20./21.11.1941
Abgemeldet nach: Momberg
Beruf: Schülerin
Deportation/Flucht: Deportiert am 09.12.1941 von Kassel in das Ghetto Riga
Sterbedatum und -ort:

Frieda Blumenfeld wurde am 24. August 1911 in Momberg bei Marburg geboren. Sie wuchs dort nach dem Tod ihrer Mutter zusammen mit vier Brüdern bei ihrem Vater und dessen zweiter Ehefrau Ida, geborene Stern, auf. Nach dem Abschluss der Volksschule besuchte Frieda in Kassel eine Handelsschule. Danach machte sie eine Ausbildung als Verkäuferin bei einem jüdischen Textilhändler in Witzenhausen, bei dem sie nach der Lehre als Angestellte tätig blieb. Später arbeitete Frieda Blumenfeld im Geschäft der Familie Spier in Neukirchen bei Kassel. Bei den Geschäftsinhabern handelte es sich wahrscheinlich um Verwandte von Frieda, denn Sida Spier, war eine geborene Blumenfeld. 1937 lebte Frieda in Frankfurt, wo sie in einem Haushalt angestellt war.

In der Zeit vom 27./29. Mai 1941 bis zum 20./21. November 1941 absolvierte Frieda Blumenfeld im Heim „Isenburg“ ein halbjähriges Praktikum. Nur drei Wochen, nachdem sie von Neu-Isenburg nach Kassel zurückgekehrt war, wurde die 30-Jährige zusammen mit ihrem älteren Bruder Julius und ihrer Stiefmutter Ida in das Ghetto Riga deportiert. Am 9. August 1944 wurde Frieda Blumenfeld weiter in das Konzentrationslager Stutthof verschleppt. Von dort stammt ihr letztes Lebenszeichen.

Frieda Blumenfelds Brüder Max und Alfred überlebten die Shoah. Sie emigrierten nach Israel bzw. Südafrika.



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