Erbsen, Lina

Nachname: Erbsen
Vorname: Lina
Geburtsdatum: 19.07.1919
Geburtsort/Wohnort: Frankfurt am Main
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 02.08.1934 – 30.06.1940
Abgemeldet nach: Frankfurt am Main
Beruf:
Deportation/Flucht: Deportiert am 11.06.1942 von Frankfurt am Main, möglicherweise über das Ghetto Izbica in das Vernichtungslager Sobibór
Sterbedatum und -ort: Vernichtungslager Sobibór

Lina Erbsen wurde am 19. Juli 1919 in Frankfurt am Main geboren. Über ihre Familie ist kaum etwas bekannt. Ihr Vater, Fritz Erbsen, lebte als Kaufmann in Straßburg. Als 15-Jährige fand Lina, von Alzenau kommend, Aufnahme im Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg. Hier wurde sie fast sechs Jahre lang betreut.

Im Frühjahr 1940 arbeitete die Zwanzigjährige vorübergehend als Hausangestellte in einem Privathaushalt im Frankfurter Großen Wollgraben 26 (Börnestraße) und anschließend im Israelitischen Krankenhaus in der Gagernstraße 36. Sie kehrte jedoch nach kurzer Zeit in das Heim „Isenburg“ zurück. Ende Juni wurde sie erneut nach Frankfurt in das Israelitische Krankenhaus abgemeldet.

Zwei Jahre später, am 11. Juni 1942, wurde die 22-jährige Lina Erbsen von Frankfurt aus in einem Transport mit über tausend Personen in den Bezirk Lublin deportiert. In Lublin wurden die arbeitsfähigen Männer aus dem Zug geholt und zur Zwangsarbeit in das KZ Majdanek gebracht. Die Kinder, Frauen und älteren Männer dagegen wurden in das Vernichtungslager Sobibór transportiert. Überlebende dieser Deportation sind nicht bekannt (Kingreen, Gewaltsam verschleppt, S. 373 f.).

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden; Jüdisches Museum Frankfurt am Main; Gedenkbuch des Bundesarchivs  für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945 

 



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