Finkelstein, Perla

Familienname: Finkelstein
Vorname: Perla
Geburtsdatum: 28.08.1904
Geburtsort/Wohnort: Gombin (Gąbin, Polen)
Aufenthalt im „Heim Isenburg“: 30.07.1926 – 18.08.1926 17.10.1927 – 16.04.1928
Abgemeldet nach: Sprendlingen (Dreieich, Kreis Offenbach)               Oslo
Beruf:
Deportation/Flucht: 1933 ausgewandert nach Polen, nach dem Zweiten Weltkrieg emigriert nach Palästina
Todesdatum/ -ort Israel

Perla Finkelstein wurde am 28. August 1904 in Gombin (Gąbin, Polen) geboren. Sie war das vierte von sieben Kindern des Ehepaars Abraham und Sara Finkelstein (geborene Kesselmann). Die Familie lebte in Sprendlingen (heute Stadtteil von Dreieich, Kreis Offenbach). Abraham Finkelstein war Schneidermeister und betrieb in der Waldstraße 4 ein Geschäft für Manufakturwaren. Seine Frau Sara starb 1938 in Sprendlingen.
Perla Finkelstein wurde erstmals am 30. Juli 1926 im Heim „Isenburg“ aufgenommen. Einige Wochen zuvor hatte sie in Frankfurt am Main ihren Sohn Artur zur Welt gebracht. Am 18. August kehrte sie nach Sprendlingen zurück. Ob sie das Heim zusammen mit Artur verließ oder den Säugling in der Obhut des Heims ließ, ist nicht bekannt. Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes Manfred hielt sich Perla noch einmal ab dem 17. Oktober 1927 im Heim des Jüdischen Frauenbundes auf. Am 16. April 1928 wurde sie nach Oslo abgemeldet. Ob der Aufenthalt in der norwegischen Hauptstadt mit Arturs Adoption durch das Ehepaar Watschman in Verbindung steht, konnte bisher nicht erforscht werden. 1933 wanderte Perla mit ihrem jüngeren Sohn Manfred nach Polen aus. Beide überlebten die Shoah unter ungeklärten Umständen. Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierten Perla und Manfred Finkelstein nach Israel, wo Perla Finkelstein, verheiratete Zuckermann, starb.

Die Biographie konnte durch Informationen von Bodil Stenseth (Oslo) erstellt werden.

Weitere Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg



Wenn Sie Informationen über die dargestellten Personen beitragen können, setzen Sie sich bitte über diesen Link mit uns in Verbindung!