G., Berti

Nachname: G.
Vorname: Berti
Geburtsdatum: 1918
Geburtsort/Wohnort: Fulda
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 13.04.1939 – 15.07.1939
Abgemeldet nach: Wiesbaden
Beruf: Kinderpflegerin
Deportation/Flucht: Geflohen nach Argentinien
Sterbedatum und -ort:

Berti G. wuchs bei ihren Eltern in Fulda auf. Ihr Vater war von Beruf Metzger. Die Familie lebte 1939 in der Petergasse 17. Berti absolvierte in Fulda zunächst die ersten vier Klassen der Volksschule. Das Evangelische Lyceum, das sie anschließend besuchte, musste sie verfolgungsbedingt 1933 mit 15 Jahren kurz vor Abschluss der 9. Klasse verlassen.

Berti wollte sich zur Kindergärtnerin ausbilden lassen, ein Wunsch, den sie nach dem erzwungenen Schulabbruch nicht mehr verwirklichen konnte. Sie erlernte stattdessen das Weißnähen. Von April 1935 bis Januar 1936 war sie Schülerin der Privaten Haushaltungsschule „Institut St. Mariae der Englischen Fräulein“ in Fulda. Danach arbeitete sie etwa zwei Jahre lang in einem Privathaushalt als Kindermädchen.

Im Alter von 20 Jahren kam Berti G. im April 1939 für drei Monate als Kinderpflegerin in das Neu-Isenburger Heim des Jüdischen Frauenbundes. Anschließend nahm sie in Wiesbaden für einige Wochen wieder eine private Stelle an, vermutlich als Kinderpflegerin. Am 1. September 1939 kehrte sie nach Fulda zu ihren Eltern zurück. Im Zeitraum zwischen September 1939 und Mai 1940 floh die Familie G. nach Argentinien.

Als Berti G. Anfang des Jahres 1940 in Argentinien ankam, lebte ihr Vater in der Provinz Eterios. Berti führte ihm den Haushalt und versorgte außerdem drei Untermieter, von denen sie ein bescheidenes Entgelt erhielt.

Im Juli 1940 heiratete Berti G. einen Landwirt. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.



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