Goldschmidt (geb. Rhein), Lina

Nachname: Goldschmidt, geb. Rhein
Vorname: Lina
Geburtsdatum: 08.04.1901
Geburtsort/Wohnort: Ketsch (Baden)/ Brühl, Karlsruhe
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 10.11.1937 – 03.03.1938
Abgemeldet nach: Brühl (Baden)
Beruf: Praktikantin
Deportation/Flucht: Deportiert am 22.10.1940 von Baden in das Internierungslager Gurs, von dort am 10.08.1942 über das Sammellager Drancy in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz
Sterbedatum und -ort: Konzentrationslager Auschwitz

Lina Goldschmidt, geborene Rhein, war die Mutter des ebenfalls in diesem Gedenkbuch verzeichneten Robert Goldschmidt, die Cousine von Lena Rhein und die Tante von Martha-Selma Rhein. Sie wurde als Tochter von Karl und Jettchen Rhein in Ketsch (Baden) geboren. Lina und ihr Ehemann Felix Goldschmidt wurden im februar 1937 geschieden. Im November 1937 fand sie hochschwanger Aufnahme im Heim „Isenburg“ des Jüdischen Frauenbundes. Nach Roberts Geburt im Israelitischen Krankenhaus in Frankfurt am Main kehrte Lina mit ihrem Sohn in das Heim „Isenburg“ zurück. Anfang März 1938 verließ sie Neu-Isenburg. Sie wurde nach Brühl (Baden) abgemeldet, lebte aber später in Karlsruhe. Ihr Sohn blieb im Heim des Jüdischen Frauenbundes zurück.  Bei der Massendeportation der Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland wurde Lina Goldschmidt am 22. Oktober 1940 nach Gurs in Südfrankreich verschleppt und von dort am 10.08.1942 über das Sammellager Drancy bei Paris in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo sich ihre Spur verliert.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Mémorial de la Shoah. Musée, Centre de documentation juive contemporaire. Gedenkbuch des Bundesarchivs: http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html.de; Gedenkbuch für die Karlsruher Juden: http://gedenkbuch.informedia.de



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