H., Rolf

Nachname: H.
Vorname: Rolf
Geburtsdatum: 1934
Geburtsort/Wohnort: Frankfurt am Main
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: In der Liste des Heims vom Sept. 1935 verzeichnet
Abgemeldet nach:
Beruf:
Deportation/Flucht: Deportiert am 22.10.1940 nach Internierungslager Gurs/Geflohen von Frankreich 1941 in die USA
Sterbedatum und -ort:

Wie lange und aus welchem Grund sich Rolf H. in der Obhut des Heims „Isenburg“ befand, ist ungewiss. Sein Name ist nur in der ersten Liste der Heimbewohnerinnen und -bewohner erfasst, die im September 1935 aufgestellt wurde. Danach kehrte Rolf offenbar zu seiner Mutter in die Nähe von Karlsruhe zurück. Rolf H. und seine Mutter Rosa wurden im Oktober 1940 im Zuge der sog. „Wagner-Bürckel-Aktion“ aus ihrer badischen Heimatstadt in das französische Internierungslager Gurs verschleppt. Von dort konnte der Siebenjährige unter Begleitumständen, die nicht geklärt sind, 1941 in die USA gerettet werden. Vermutlich verhalf eine jüdische Untergrundorganisation dem Kind zur Flucht. Seine Mutter wurde am 10. August 1942 vom Sammellager Drancy aus in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Internationaler Suchdienst Bad Arolsen



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