Haas, Emma, geb. Gottlieb

Nachname: Haas, geb. Gottlieb
Vorname: Emma
Geburtsdatum: 03.07.1886
Geburtsort/Wohnort: Ebernburg (Krs. Münster)/ Offenbach, Neu-Isenburg
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 01.08.1924 – 16./17.03.1942
Abgemeldet nach: Mainz, Gonsenheimer Straße
Beruf: Hausmutter
Deportation/Flucht: Deportiert am 10.02.1943 von Darmstadt in das Ghetto Theresienstadt. Überlebende.Am 05.02.1945 aus Theresienstadt in die Schweiz entlassen
Sterbedatum und -ort:

Emma Haas arbeitete fast 18 Jahre lang als Hausmutter im Neu-Isenburger Heim des Jüdischen Frauenbundes. Als die 38-Jährige am 1. August 1924 nach Neu-Isenburg kam, war sie bereits seit neun Jahren Witwe. Ihr Ehemann, Albert Haas, war am 31. Juli 1915 im Ersten Weltkrieg gefallen. Mit Emma Haas lebte ihre Tochter Else im Heim des Jüdischen Frauenbundes.

Als eine der letzten Bewohnerinnen verließ Emma Haas im Zuge der zwangsweisen Auflösung der Einrichtung am 16. März 1942 das Heim „Isenburg“. Sie zog nach Mainz in die Gonsenheimer Straße. Wahrscheinlich wurde sie in eines der „Judenhäuser“ Gonsenheimer Straße 13 oder 15 eingewiesen.

Am 10. Februar 1943 wurde Emma Haas von Darmstadt aus in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Sie blieb dort zwei Jahre lang interniert. Am 5. Februar 1945 wurden in einem Tauschgeschäft – Menschen gegen Devisen – 1200 jüdische Gefangene aus Theresienstadt in die Schweiz gerettet. Unter ihnen war Emma Haas.

Emma Haas emigrierte nach New York, wo sie bei ihrer Tochter Else und deren Familie lebte.

Dieser Gedenkbucheintrag konnte mit Hilfe von Irit Reinheimer, der Urenkelin von Emma Haas, ergänzt werden.



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