Höxter, Hilde

Nachname: Höxter
Vorname: Hilde
Geburtsdatum: 18.09.1935
Geburtsort/Wohnort: Gemünden an der Wohra (Kreis Waldeck-Frankenberg)
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 10./11.11.1941 – 27.03.1942
Abgemeldet nach: Elberfeld, letzte Adresse: Bendorf-Sayn, Hindenburgstr. 19 (Jacoby’sche Heilanstalt für geistig Behinderte)
Beruf:
Deportation/Flucht: Deportiert am 27.07.1942 von Koblenz über Köln in das Ghetto Theresienstadt
Sterbedatum und -ort: 18. Januar 1943, Ghetto  Theresienstadt

Hilde Höxter stammte aus einer alteingesessenen Gemünder Familie. Einer ihrer Verwandten war Anfang des 20. Jahrhunderts Stadtverordnetenvorsteher, ein anderer während der Weimarer Republik Vorsteher der Jüdischen Gemeinde. Hilde wurde im November 1941 im Alter von sechs Jahren in das Neu-Isenburger Heim des Jüdischen Frauenbundes aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Deportationen aus Deutschland gerade begonnen. Hilde blieb bis zur erzwungenen Auflösung der Einrichtung im Heim „Isenburg“. Sie war möglicherweise geistig behindert.  Am 27. März 1942 wurde sie nach Elberfeld abgemeldet. Zuletzt war sie in der Jacoby’schen Heilanstalt in Bendorf-Sayn untergebracht.

Am 27. Juli 1942 wurde Hilde Höxter zusammen mit anderen Patienten der Jacoby’schen Heilanstalt von Koblenz aus in einem Transport  über Köln in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort starb sie am 18. Januar 1943 um 9 Uhr morgens im Alter von sieben Jahren, laut Totenschein an einer Lungenentzündung.

Hildes Eltern, Max und Berta Höxter, geborene Buxbaum, gelang mit zwei Töchtern und einem Sohn die Flucht nach Argentinien.

Der Gedenkbucheintrag konnte mit Hilfe von Roberto Einhorn Hoxter, einem Neffen Hilde Höxters, ergänzt werden.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945; http://www.holocaust.cz/de/victims; http://www.alemannia-judaica.de/gemuenden_wohra_synagoge.htm

 



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