Mannheimer, Lane (Laura)

Nachname: Mannheimer
Vorname: Lane (Laura)
Geburtsdatum: 29.09.1938
Geburtsort/Wohnort: Frankfurt am Main, Gagernstr. 36
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 08.10.1938 – 27.02./02.03.1942
Abgemeldet nach: Berlin, Schönhauser Allee 162 (Auerbach’sche Waisenanstalt)
Beruf:
Deportation/Flucht: Deportiert am 19.10.1942 von Berlin in das Ghetto Riga
Sterbedatum und -ort: 22.10.1942, Riga

Lane Mannheimer ist die Tochter der ebenfalls in diesem Gedenkbuch verzeichneten Marga Mannheimer. Sie kam am 29. September 1938 im Israelitischen Krankenhaus in der Frankfurter Gagernstraße 36 zur Welt. Ihre Mutter gab sie kurz nach der Geburt in die Obhut des Heims „Isenburg“. Dort blieb Lane Mannheimer bis zur Auflösung der Einrichtung. Im Alter von drei Jahren wurde sie Ende Februar 1942 in das Auerbach’sche Waisenhaus in Berlin, Schönhauser Allee 162, überstellt, vermutlich weil sich Marga Mannheimer zu diesem Zeitpunkt in Berlin aufhielt. Sie musste dort Zwangsarbeit leisten.

Am 19. Oktober 1942 wurde Lane Mannheimer zusammen mit ihrer Mutter nach Riga deportiert. Dort wurden 81 Männer mit handwerklichen Berufen zur Zwangsarbeit ausgesondert. Die übrigen Verschleppten, unter ihnen 140 Kinder unter 11 Jahren, wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft am 22. Oktober 1942 auf dem Bahnhof Šķirotava bei Riga in die umliegenden Wälder getrieben und dort vor ausgehobenen Gruben erschossen (Gottwaldt/Schulle, S. 258). Unter den Ermordeten waren  die vierjährige Lane Mannheimer und ihre Mutter Marga Mannheimer.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945; Wolfgang Scheffler/Diana Schulle(Bearb.): Buch der Erinnerung. Die ins Baltikum deportierten deutschen, österreichischen und tschechoslowakischen Juden



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