Münz, Ida

Nachname: Münz
Vorname: Ida
Geburtsdatum: 21.09.1931
Geburtsort/Wohnort: Frankfurt am Main
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 20.07.1938 – 17.08.1938 (Ferienkind aus Frankfurt, Uhlandstr. 33)
Abgemeldet nach: Frankfurt am Main
Beruf:
Deportation/Flucht: Deportiert mit unbekanntem Ziel
Sterbedatum und -ort:

Ida Münz kam im Sommer 1938 in einer Gruppe Frankfurter Ferienkinder für drei Wochen zur Erholung in das Heim des Jüdischen Frauenbundes nach Neu-Isenburg. Sie lebte mit ihren Eltern, dem Kaufmann Samuel Münz und der Kauffrau Estera Münz, geb. Sturm, sowie fünf Geschwistern in der Uhlandstraße 33.

Samuel und Estera Münz stammten aus Polen. Samuel Münz war seit Anfang der 1920er als selbstständiger Textilvertreter tätig. Im März 1936 musste er diese Arbeit verfolgungsbedingt aufgeben, sein Gewerbe wurde zum 25. Juni 1937 abgemeldet.

Samuel Münz wurde am 12. November 1939 in das Konzentrationslager Ravensbrück verschleppt. Am 25. März 1942 wurde er in der Tötungsanstalt Bernburg an der Saale ermordet. Sein Grab befindet sich auf dem Frankfurter Neuen Jüdischen Friedhof in der Eckenheimer Landstraße.

Ida Münz wurde zusammen mit ihrer Mutter und den Geschwistern Awruhom, Chaim, David sowie den Zwillingen Frieda und Ruth Opfer des nationalsozialistischen Völkermords. Sie wurden vermutlich von Frankfurt aus verschleppt. Der Zeitpunkt und das Ziel der Deportation sind unbekannt.

Eine von Idas Tanten und zwei ihrer Onkel überlebten die Shoah. Sie lebten nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankreich bzw. in den USA.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Jüdisches Museum Frankfurt am Main; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945



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