Paul, Helene Wilhelmine

Nachname: Paul
Vorname: Helene
Geburtsdatum: 13.06.1920 (13.09.)
Geburtsort/Wohnort: Frankfurt am Main
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: In der Liste des Heims vom Oktober 1936 verzeichnet – 14.09.1937
Abgemeldet nach: Frankfurt am Main
Beruf:
Deportation/Flucht: Deportiert vermutlich am 19.04.1943 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz
Sterbedatum und -ort: 10.12.1943, Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz

Helene Paul wuchs vermutlich in Frankfurt auf. Sie war 16 Jahre alt, als sie im Herbst 1936 in das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg aufgenommen wurde. Sie blieb etwa ein Jahr, bevor sie nach Frankfurt zurückkehrte. Dort arbeitete sie zeitweise in einer Großwäscherei in Frankfurt-Hausen. Vom 27. September 1939 bis zum 15. März 1940 war Helene im Mädchen- und Kinderheim „Bethesda“ in Marburg, Schwanallee 57, registriert.

Im August 1941 brachte Helene Paul in Frankfurt einen Sohn zur Welt. Der in Frankfurt lebende Vater des Kindes war kein Jude. Er wurde wegen der Beziehung zu Helene zu drei Jahren Haft verurteilt.

Helene Paul war zuletzt mit ihrem jüngeren Bruder Hermann und ihrem Sohn in Frankfurt im Hermesweg 6 gemeldet, dem Sitz der Jüdischen Wohlfahrtspflege. Hermann Paul wurde 1942 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo er am 5. Februar 1943 starb. Helene wurde am 13. April 1943 verhaftet und ebenfalls nach Auschwitz deportiert, vermutlich am 19. April. Sie starb dort am 10. Dezember 1943. Ihr Sohn überlebte als „Halbjude“ die Shoah.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945 



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