Rawicki (Rawitzky), Margot

Nachname: Rawicki (Rawitzky)
Vorname: Margot
Geburtsdatum: 05.02.1921
Geburtsort/Wohnort: Frankfurt am Main
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 14.07.1938 – 24.08.1938
Abgemeldet nach: Frankfurt am Main-Niederrad
Beruf:
Deportation/Flucht: Ausgereist 1937 nach England, Rückkehr nach Deutschland, 1938/39 erneut nach England geflohen
Sterbedatum und -ort: 1987 in Connecticut

Margot Rawicki war 16 Jahre alt, als sie im Juli 1938 im Heim „Isenburg“ aufgenommen wurde. Ihr Vater stammte aus Polen. Da die Mutter, Katharina Maria Rawicki, keine Jüdin war, galt Margot den Nationalsozialisten als „Halbjüdin“.

Margot besuchte von 1927 bis 1931 in Frankfurt die Volksschule des Philanthropin, anschließend bis 1935 das Elisabethen-Lyzeum, das sie verfolgungsbedingt verlassen musste. 1937 ging sie nach England, kehrte jedoch wieder nach Deutschland zurück. Im Sommer 1938 hielt sie sich in Neu-Isenburg auf. Das junge Mädchen begann im Heim des Jüdischen Frauenbundes eine Ausbildung zur Hausangestellten.  Offenbar war sie nach Konflikten mit ihren Eltern gegen ihren Willen in diese Ausbildung gedrängt worden. Sie lief aus dem Heim weg. Als ihre Mutter auf ihrer Rückkehr in die Einrichtung bestand, unternahm das Mädchen einen Selbstmordversuch und wurde einige Wochen in der Landesheilanstalt Eichberg behandelt.

1939 floh Margot nach England.  1940 heiratete sie Elieser Sussmann Bornstein, mit dem sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Frankreich lebte.  Nach dem Unfalltod ihres Mannes im Jahr 1955 emigrierte Margot Bornstein in die USA.  Dort heiratete sie 1959 ihren ehemaligen Mitschüler aus Frankfurt  Hanns Riemer.  Margot Riemer, geborene Rawicki, starb im Juni 1987 in Connecticut. Hanns Riemer war bereits 1968 in New York gestorben.



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