Sklarek, Helene (Schklarek, Szklarz)

Nachname: Sklarek (Schklarek,Szklarz)
Vorname: Helene
Geburtsdatum: 18.07.1917
Geburtsort/Wohnort: Kaiserslautern
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 07.05.1937 – 01.07.1937
Abgemeldet nach: Kaiserslautern
Beruf:
Deportation/Flucht: Abgeschoben am 28.10.1938 nach Bentschen (Zbaszyn/Polen)
Sterbedatum und -ort:

Helene Sklarek war die Mutter von Heinrich Sklarek, der ebenfalls in diesem Gedenkbuch verzeichnet ist. Sie wurde in Kaiserslautern geboren und wuchs dort mit ihren Eltern und drei Brüdern auf. Helenes Vater, Moritz Sklarek, geboren am 26. August 1877 im polnischen Kleczczewo, war Kaufmann und betrieb in Kaiserslautern eine Maschinenstickerei und Sackhandlung. Ihre Mutter Thekla Sklarek, geborene Felsenthal, geboren am 28. August 1883, stammte aus einer alteingesessenen jüdischen Familie in Odenthal/Glan.  Sie war von Beruf Liegenschaftsvermittlerin. Theklas Familie lebte seit 1903 in Kaiserslautern. Am 18. Februar 1913 heirateten Thekla Felsenthal und Moritz Sklarek.

Die Tochter, Helene Sklarek, brachte am 26. April 1937 im Israelitischen Krankenhaus in Frankfurt ihren Sohn Heinrich zur Welt. Nach dem Klinikaufenthalt betreute sie ihr Kind einen Monat lang im Neu-Isenburger Heim des Jüdischen Frauenbundes. Am 1. Juli 1937 kehrte Helene nach Kaiserslautern zurück. Ihren kleinen Sohn holte sie noch im selben Monat nach Hause.

Da Helenes Vater war polnischer Herkunft war, wurde die siebenköpfige Familie Sklarek Ende Oktober 1938  in einer Massendeportation, der  sogenannten „Polenaktion“, von den deutschen Behörden an die polnische Grenze nach Bentschen abgeschoben. Dort verliert sich ihre Spur. Es ist davon auszugehen, dass sie nach Kriegsbeginn im deutsch besetzten Polen in einem nationalsozialistischen Lager ermordet wurde. Helene Sklarek war bei ihrer Deportation 21 Jahre alt, ihr Sohn Heinrich erst ein Jahr.

Das Schicksal der Familie Sklarek hat Michael Wiesheu für die Stolpersteininitiative in Kaiserslautern erforscht und die Resultate für dieses Gedenkbuch zur Verfügung gestellt. Seine Rechercheergebnisse haben entscheidend zur Vervollständigung des Gedenkbucheintrags beigetragen.

Weitere Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945 ; VVN-BdA Kaiserslautern: http://www.vvn-bda-kl.de/spuren/dv/opfer.html.



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