Semler, Judis

Nachname: Semler
Vorname: Judis
Geburtsdatum: 16.07.1939
Geburtsort/Wohnort: Berlin-Eberswalde, zugezogen von Berlin, Wormser Str. 7
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 10.09.1939 – 03.07.1940
Abgemeldet nach: Berlin, Bleibtreustr. 33
Beruf:
Deportation/Flucht: Deportiert am 12.01.1943 von Berlin in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz
Sterbedatum und -ort: Vermutlich 13.01.1943, Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

Judis Semler war zwei Monate alt, als sie im September 1939 in die Obhut des Heims „Isenburg“ gegeben wurde. Ihre Eltern, der 1909 in Kolberg (Pommern) geborene Paul Semler und die aus München stammende drei Jahre jüngere Edith Semler, geborene Sondheimer, lebten in Berlin. Dorthin kehrte Judis Anfang Juli 1940 von Neu-Isenburg aus zurück.

Am 12. Januar 1943 wurde die dreijährige Judis zusammen mit ihren Eltern von Berlin aus in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert. In demselben Transport waren auch der 1937 geborenen Rudolf Semler, die 1938 geborene Doris Semler und der 1941 geborene Jona Semler, möglicherwese Geschwister von Judis.

Edith Semler und ihre Kinder wurden sofort nach ihrer Ankunft am 13. Januar 1943 an der Rampe von Auschwitz selektiert und in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau ermordet. Aus diesem Transport von ca. 1000 Menschen wurden nur 127 Männer als Häftlinge in das Lager eingewiesen (Gottwaldt/Schulle, S. 400) . Unter ihnen war offenbar Paul Semler. Er starb zu einem nicht bekannten Zeitpunkt im Konzentrationslager Buchenwald. Möglicherweise war er Anfang des Jahres 1945 auf einem Todesmarsch von Auschwitz in das Lager bei Weimar gelangt.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945



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