Stein, Margerit (Margret, Margarete)

Nachname: Stein
Vorname: Margerit (Margret, Margarete)
Geburtsdatum: 03.05.1933 (1935)
Geburtsort/Wohnort: Frankfurt am Main
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: In den Listen des Heims vom Sept. 1935 bis Okt. 1936 verzeichnet
Abgemeldet nach:
Beruf:
Deportation/Flucht: Deportiert am 15.09.1942 von Frankfurt am Main in das Ghetto Theresienstadt
Sterbedatum und -ort:

Margerit Stein ist aller Wahrscheinlichkeit nach identisch mit der Shoah-Überlebenden Margarete Stein. Diese wurde am 3. Mai 1933 geboren und 1945 aus dem Ghetto Theresienstadt befreit. In den Listen, in denen die Bewohnerinnen des Heims „Isenburg“ verzeichnet sind, ist sie als Margerit (auch Margret und Margarete) Stein verzeichnet. Ihr werden unterschiedliche Geburtsjahre (auch 3.5.1935) zugeordnet. Der Zeitpunkt, zu dem Margerit  Stein, in die Obhut des Heims „Neu-Isenburg“ kam, ist nicht bekannt. Sie wird in der ersten überlieferten Liste der Bewohnerinnen vom Herbst 1935 aufgeführt und ist in späteren Aufstellungen bis Oktober 1936 zu finden. Ihre Mutter, die Krankenschwester Anna Stein, lebte und arbeitete in Frankfurt im Jüdischen Altenheim in der Rechneigrabenstraße 18. Dort war auch ihre Tochter gemeldet, die als Schülerin das Philantropin besuchte. 1939 war Margerit (Margret, Margarete) Stein im Kinderhaus der Weiblichen Fürsorge in der Frankfurter Hans-Thoma-Straße 24 untergebracht. Anna Stein und ihre Tochter wurden im September 1942 von Frankfurt aus in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Beide wurden dort 1945 befreit. In der Zeitschrift „Aufbau“ wird Margarete Stein zusammen mit Anna Luise Stein aus Frankfurt, geboren am 11. April 1898, als Rückkehrerin aus Theresienstadt genannt.

Anna und Margerit Stein kehrten nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst nach Frankfurt am Main zurück, bevor sie 1950 nach Brasilien auswandern konnten. Margerit Stein führte damals den Namen Hirschberg, denn ihre Mutter hatte inzwischen geheiratet. Die 16-Jährige war in den Reisedokumenten ihrer Mutter unter dem Namen Margarita Hirschberg eingetragen.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Internationaler Suchdienst Bad Arolsen, „Aufbau“ 11(17.08.1945)33, S. 25;  https://www.platz-der-vergessenen-kinder.de



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