Trzeciak, Ilse Lisette, geb. Salomon

Nachname: Trzeciak, geb. Salomon
Vorname: Ilse Lisette
Geburtsdatum: 19.04.1909
Geburtsort/Wohnort: Waldmohr (Saarpfalz) / Darmstadt
Aufenthalt im Heim „Isenburg“: 07.09.1939 – 20./21.03.1942
Abgemeldet nach: Mainz
Beruf: Angestellte
Deportation/Flucht: Deportiert am 10.02.1943 von Darmstadt in das Ghetto Theresienstadt, am 01.10.1944 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz
Sterbedatum und -ort:

Ilse Trzeciak war in einer verzweifelten Situation, als sie sich Anfang September 1939 zusammen mit ihrem jüngsten Sohn Israel Peter in die Obhut des Heims „Isenburg“ begab. Sie war wenige Wochen zuvor von ihrem nicht-jüdischen Ehemann geschieden worden und völlig mittellos. Ilse Trzeciak hatte noch drei ältere Kinder.

Ilse Trzeciak blieb mit ihrem jüngsten Sohn bis zur erzwungenen Auflösung des Heims in Neu-Isenburg. Danach arbeitete sie als Krankenpflegerin im Jüdischen Altersheim/Krankenhaus in Mainz, Gonzenheimerhohl 13. Als auch diese Einrichtung im September 1942 geschlossen werden musste, brachte man Ilse zusammen mit den verbliebenen Heiminsassen nach Darmstadt, wo sie in der Privatklinik Dr. Rosenthal weiterhin als Krankenschwester tätig war.

Am 10. Februar 1943 wurde Ilse Trzeciak zusammen mit ihrem Sohn Israel Peter von Darmstadt in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Am 1. Oktober 1944 verschleppte man beide in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, wo sich die Spur der 35-jährigen Ilse und des fünfjährigen Israel Peter verliert.

Die älteren Kinder der Ilse Trzeciak überlebten die Shoah.



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