Ullmann, Walter

Familienname: Ullmann
Vorname: Walter
Geburtsdatum: 19.01.1921
Geburtsort/Wohnort: Frankfurt am Main
Aufenthalt im „Heim Isenburg“:  01.02.1921 – 29.07.1921
Abgemeldet nach: Frankfurt am Main, Forsthausstraße 24 (Kinderhaus des Vereins „Weibliche Fürsorge“)
Beruf:
Deportation/Flucht:  Emigriert am 03.11.1938 nach New York
Todesdatum/ -ort

Walter Ullmann ist der Sohn der ebenfalls in diesem Gedenkbuch verzeichneten Rosa Ullmann. Er wurde am 19. Januar 1921 im Israelitischen Krankenhaus in Frankfurt am Main geboren. Vom 1. Februar bis zum 31. Mai 1921 lebte er zusammen mit seiner Mutter im Neu-Isenburger Heim des Jüdischen Frauenbundes. Danach verließ Rosa Ullmann die Einrichtung und zog nach Frankfurt am Main. Walter wurde am 25. Juli 1921 in das Kinderhaus des Vereins „Weibliche Fürsorge“ in der Hans-Thoma-Straße 24 (damals noch Forsthausstraße) verlegt. Dort lebte er knapp sechs Jahre lang. Am 6. Mai 1927 wurde Walter Ullman nach Diez an der Lahn abgemeldet, wo er im Israelitischen Kinderheim untergebracht war. Er absolvierte dort drei Volksschuljahre. 1932 wechselte er auf das staatliche Reform-Realgymnasium, musste diese Schule jedoch 1934 auf Druck rassistisch gesinnter Lehrer verlassen und wieder die Volksschule besuchen. 1935 zog der damals 14-Jährige zu seiner Mutter nach Frankfurt am Main. Rosa Ullman, inzwischen verheiratete Glücksman, emigrierte Ende März 1938 nach New York, wo ihr Ehemann sich bereits seit einem Jahr aufhielt. Rosa Glücksman holte ihren Sohn einige Monate später in die USA. Walter Ullmann reiste am 3. November 1938 von Hamburg nach New York aus.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Volker Mahnkopp: Dokumentation zu vom NS-Staat verfolgten Personen im Frankfurter Kinderhaus der Weiblichen Fürsorge e. V. Hans-Thoma-Straße 24: https://www.platz-der-vergessenen-kinder.de/mai/frontend/function/file.php?id=71



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