Gedenkbuch für das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg (1907 – 1942)

Bergmann, Edmund Friedrich

Vorname Edmund Friedrich
Nachname Bergmann
Geburtsdatum 04.04.1924
Geburtsort/Wohnort Frankfurt am Main
Aufenthalt im Heim „Isenburg“ 18.05.1926 - unbekannt
Abgemeldet nach -
Beruf -
Deportation/Flucht <p>Edmund Friedrich Bergmann konnte nach Palästina ausreisen.</p>
Sterbedatum und -ort ca. 2007, Palästina

Edmund Friedrich Bergmann ist der Sohn von Erna Bergmann, die ebenfalls in diesem Gedenkbuch verzeichnet ist. Als Vater ist in der Einwohnerkartei der Stadt Neu-Isenburg Karl Handschuh verzeichnet. Edmund Friedrich wurde am 4. April 1924 in Frankfurt am Main geboren. Er hielt sich als Kleinkind nachweislich im Heim des Jüdischen Frauenbundes auf. Die genaue Aufenthaltszeit konnte jedoch bisher nicht ermittelt werden. Vermutlich wurde er als Baby zusammen mit seiner Mutter am 18.05.1926 aufgenommen. Erna Bergmann hielt sich vom 13. Juni bis zum 21. Juli 1924 in der Einrichtung auf. 

Im Jahr 1930 kam er in das Deutsch-Israelitische Kinderheim in Diez an der Lahn und besuchte in Diez die Hindenburgschule, eine öffentliche Volksschule. Er wurde zusammen mit vielen anderen männlichen Bewohnern dieses Kinderheims am 21.08.1935 in das Israelitische Waisenhaus nach Frankfurt am Main, Röderbergweg 87 gebracht, nachdem das Diezer Kinderheim am 20.08.1935 in einer pogromartigen Aktion zwangsgeräumt worden war. 

Edmund Friedrich Bergmann konnte nach Palästina ausreisen und nannte sich dort Efraim Benhar. Dort verstarb er ca. im Jahr 2007.

Am 20.08.2020 wird in Diez eine Stolpersteinschwelle für dieses Kinderheim verlegt werden.

 

 

Die Biographie konnte auf der Grundlage von Informationen der Stolpersteininitiative Friedenau erstellt werden.

 

Weitere Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, Yad Vashem (Gedenkblatt für Emil Bergmann), Morlang, A. und K.P. Hartmann, 'Boykottiert - Emigriert - Deportiert - Liquidiert', Diez 1999

 

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