Gedenkbuch für das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg (1907 – 1942)

Trzeciak, Israel Peter

Vorname Israel Peter
Nachname Trzeciak
Geburtsdatum 10.04.1939
Geburtsort/Wohnort Homburg (Saarpfalz)
Aufenthalt im Heim „Isenburg“ 07.09.1939 - 20./21.03.1942
Abgemeldet nach Mainz
Beruf -
Deportation/Flucht Deportiert am 10.02.1943 von Darmstadt in Ghetto  Theresienstadt, am 01.10.1944 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz
Sterbedatum und -ort -

Israel Peter Trzeciak ist der Sohn der ebenfalls in diesem Gedenkbuch verzeichneten Ilse Trzeciak. Er hatte drei ältere Geschwister.

Peter Trzeciak kam Anfang September 1939 zusammen mit seiner Mutter in das Neu-Isenburger Heim des Jüdischen Frauenbundes. Beide blieben bis zur erzwungenen Auflösung der Einrichtung im Heim "Isenburg". Ilse war in einer verzweifelten Situation: Sie war wenige Wochen vor ihrer Ankunft in Neu-Isenburg von ihrem nicht-jüdischen Ehemann geschieden worden und völlig mittellos.

Am 21. März 1942 wurden Peter und Ilse Trzeciak nach Mainz abgemeldet. Wo sie dort wohnten, ist nicht bekannt. Am 10. Februar 1943 wurden Mutter und Sohn von Darmstadt aus in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Am 1. Oktober 1944 verschleppte man beide in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, wo sich die Spur des fünfjährigen Peter und seiner 35-jährigen Mutter verliert. Peter Trzeciaks Geschwister überlebten die Shoah.

 

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Die Deportationslisten. Veröffentlichung der Namenslisten der 1942/43 aus dem ehemaligen Volksstaat Hessen deportierten Juden, Initiative "Gedenkort Güterbahnhof Darmstadt"; Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 - 1945; Yad Vashem - The Central Database of Shoah Victims' Names

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