Gedenkbuch für das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg (1907 – 1942)

Zellmann, Hella

Vorname Hella
Nachname Zellmann
Geburtsdatum 08.03.1927
Geburtsort/Wohnort Frankfurt am Main
Aufenthalt im Heim „Isenburg“ In der ersten Liste des Heims vom Sept. 1935 - 11.11.1938
Abgemeldet nach Frankfurt am Main (vermutlich Israelitisches Waisenanstalt, Röderbergweg 87)
Beruf -
Deportation/Flucht 1939 gerettet in einem Kindertransport nach Frankreich, 1944 nach Spanien, von dort mit der Jugendaliya nach Palästina
Sterbedatum und -ort -

Hella Zellmann wurde am 8. März 1927 in Frankfurt am Main geboren. Als sie vier Jahre alt war, starb ihre Mutter, der Vater verschwand spurlos. Hella lebte danach im Heim "Isenburg", ihr Bruder Max in der von Isidor Marx geführten Israelitischen Waisenanstalt im Frankfurter Röderbergweg. Nach dem Novemberpogrom 1938 musste die damals elfjährige Hella die Einrichtung in Neu-Isenburg verlassen, weil nationalsozialistische Gewalttäter das Hauptgebäude des Heims, in dem die Schulkinder untergebracht waren, zerstört hatten. Hella wechselte vermutlich in die Israelitische Waisenanstalt, in der auch ihr Bruder lebte.

1939 wurden Hella und Max gemeinsam mit anderen Kindern in einem Kindertransport nach Frankreich gebracht und dort von der Kinder-Rettungsorganisation "OEvre de secous aux enfants (OSE)" im Kinderhaus Le Couret in Saint-Laurent-les-Églises versteckt. 1944 flohen Hella und Max durch die Pyrenäen nach Spanien. Von dort wurden sie mit Hilfe der Jugendaliya nach Palästina gerettet.

 

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg, Auskunft von Volker Mahnkopp, Frankfurt am Main

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