Gedenkbuch für das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg (1907 – 1942)

Garbarsky (Garbarski, Gabassky), Erna

Vorname Erna
Nachname Garbarsky (Garbarski, Gabassky)
Geburtsdatum 29.07.1921
Geburtsort/Wohnort Frankfurt am Main/von Hankestr. 23 zugezogen
Aufenthalt im Heim „Isenburg“ 09.10.1938 - 26.05.1939, 03.07.1939 - 04.02.1941
Abgemeldet nach Frankfurt am Main
Beruf Praktikantin
Deportation/Flucht Deportiert am 11.06.1942 von Frankfurt am Main in das Vernichtungslager Sobibór
Sterbedatum und -ort Vernichtungslager Sobibór

Erna Gabarsky wurde am 29. Juli 1921 in Frankfurt am Main geboren. Im Alter von 17 Jahren begann sie im Oktober 1938 im Heim des Jüdischen Frauenbundes ein Praktikum. Mit einer kurzen Unterbrechung im Frühjahr und Frühsommer 1939 arbeitete sie bis zum Februar 1941 im Heim „Isenburg“. 1942 heiratete sie Herbert Falk und zog mit ihm nach Wallau am Taunus.

 

Erna Falk und ihr Ehemann wurden am 11. Juni 1942 von Frankfurt aus in den Bezirk Lublin deportiert. Vermutlich wurde der 30-jährige Herbert Falk dort als einer der arbeitsfähigen Männer zur Zwangsarbeit im Konzentrationslager Majdanek selektiert. Die übrigen Männer, Frauen und Kinder wurden – möglicherweise mit einem Zwischenaufenthalt im Ghetto Izbica - in das Vernichtungslager Sobibór verschleppt und dort binnen weniger Stunden ermordet (Kingreen, Gewaltsam verschleppt, S. 373 f.). Unter ihnen war die 21-jährige Erna Falk. Auch ihr Ehemann wurde ein Opfer der Shoah.

 

 

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Wenn Sie Informationen über die dargestellten Personen beitragen können, setzen Sie sich bitte über diesen Link mit uns in Verbindung!