Gedenkbuch für das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg (1907 – 1942)

Gutmann, Martha

Vorname Martha
Nachname Gutmann
Geburtsdatum 09.07.1909
Geburtsort/Wohnort Philippsburg
Aufenthalt im Heim „Isenburg“ 24.03.1938 - 15.07.1938
Abgemeldet nach Frankfurt am Main
Beruf Angestellte
Deportation/Flucht Deportiert am 22.10.1940 von Baden-Pfalz-Saarland in das Internierungslager Gurs
Sterbedatum und -ort 13.12.1940, Internierungslager Gurs

Martha Gutmann war die Mutter des ebenfalls in diesem Gedenkbuch verzeichneten Josua Gutmann. Sie kam Ende März 1938 kurz vor der Geburt ihres Sohnes nach Neu-Isenburg in das Heim des Jüdischen Frauenbundes. Nach der Entbindung lebte sie kurze Zeit zusammen mit ihrem Sohn in der Einrichtung, bevor sie Mitte Juli 1938 allein nach Frankfurt am Main abgemeldet wurde. Josua blieb bis zur Auflösung des Heims in Neu-Isenburg.

 

Martha Gutmann kehrte später offenbar in ihre Heimatstadt im Landkreis Karlsruhe zurück. Bei der Massenverschleppung der badischen und saarpfälzischen Juden am 22. Oktober 1940 wurde sie in das südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert. Dort starb sie wenig später am 13. Dezember 1940.

 

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945

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