Gedenkbuch für das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg (1907 – 1942)

Appel, Irma Irene

Vorname Irma Irene
Nachname Appel
Geburtsdatum 01.09.1919
Geburtsort/Wohnort Naumburg bei Kassel
Aufenthalt im Heim „Isenburg“ 03.05.1937 - 04.04.1938
Abgemeldet nach Kassel, Letzte Adresse: Bad Dürrheim
Beruf -
Deportation/Flucht Geflohen 1939 in die Niederlande, weiteres Schicksal unbekannt
Sterbedatum und -ort -

 

Irma Irene Appel, geboren 1919 in Naumburg bei Kassel, wurde vom 3. Mai 1937 bis zum 4. April 1938 im Neu-Isenburger Heim des Jüdischen Frauenbundes ausgebildet. Sie war Vollwaise: Ihr Vater, der Metzger Siegfried Appel, war 1924 gestorben, ihre Mutter, Johanna im Jahr 1932. Irma Irene hatte sieben ältere Geschwister. Da Irma Irene beim Tod ihrer Mutter noch nicht volljährig war, wurde für sie ein amtlicher Vormund bestellt. Dieser schrieb am 28. November 1939 an die Devisenstelle in Kassel, Irmas Geschwister lebten „anscheinend alle im Ausland“.

Von Neu-Isenburg aus wurde Irma Irene Appel nach Kassel abgemeldet. Ihr letzter Aufenthaltsort in Deutschland war 1939 Bad Dürrheim im Schwarzwald. Möglicherweise lebte und arbeite sie dort im Friedrich-Luisen-Hospiz, einem Erholungsheim für israelitische Kinder und mittellose Erwachsene. Am 20. August 1939 floh Irma Irene in die Niederlande. Was mit ihr geschah, als die Deutsche Wehrmacht im Frühjahr 1940 die Niederlande überfiel und auch dort die jüdische Bevölkerung verfolgt und deportiert wurde, ist nicht bekannt.

 

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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