Gedenkbuch für das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg (1907 – 1942)

Una, Rosi Sophie

Vorname Rosi Sophie
Nachname Una
Geburtsdatum 10.07.1906
Geburtsort/Wohnort Fankfurt am Main
Aufenthalt im Heim „Isenburg“ 20.07.1938 - 27.07.1938
Abgemeldet nach Hausgehilfin
Beruf -
Deportation/Flucht Deportiert vermutlich am 11.06.1942 von Frankfurt am Main  - möglicherweise über das Ghetto Izbica - in das Vernichtungslager Sobibór
Sterbedatum und -ort Vermutlich Vernichtungslager Sobibór

Die Hausgehilfin Rosi Una arbeitete im Sommer 1938 für wenige Tage im Neu-Isenburger Heim des Jüdischen Frauenbundes. Über ihre Biographie sind nur wenige Details bekannt. So war sie am 18. Januar 1939 in Frankfurt in der Uhlandstr. 58 gemeldet.

Rosi Una wurde im Frühjahr 1942 von Frankfurt aus deportiert. Die Devisenstelle wies die Dresdener Bank am 21. Juni 1942 an, auf der Vermögensmappe von Rosi Una „evakuiert“ zu vermerken. Die 35-Jährige wurde somit wahrscheinlich am 11. Juni 1942 in die Region Lublin verschleppt. Aus dem Transport wurden arbeitsfähige Männer zur Zwangsarbeit in das Konzentrationslager Majdanek gebracht, die Frauen und Kinder wurden – möglicherweise mit einem Zwischenstopp im Ghetto Izbica – im Vernichtungslager Sobibór ermordet (Kingreen, Gewaltsam verschleppt, S. 373 f.).

 

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 - 1945; Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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