Gedenkbuch für das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg (1907 – 1942)

Zimche (Ziemche), Sofie

Vorname Sofie
Nachname Zimche (Ziemche)
Geburtsdatum 22.08.1912
Geburtsort/Wohnort Berlin/Stettin
Aufenthalt im Heim „Isenburg“ 15.10.1933 - 24.05.1935
Abgemeldet nach -
Beruf Haushaltshilfe
Deportation/Flucht Deportiert am 06.06.1942 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz
Sterbedatum und -ort -

Sofie Zimche wurde im Oktober 1933 in das Neu-Isenburger Heim des Jüdischen Frauenbundes aufgenommen, als sie schwanger war. Im März 1934 brachte sie in Frankfurt ein Kind zur Welt. Beide lebten ein Jahr lang gemeinsam im Heim „Isenburg“. Sofie arbeitete dort als Haushaltshilfe. Angeblich wegen ihres aggressiven Verhaltens wurde Sofie Zimche im Mai 1935 in die Landesheil- und Pflegeanstalt Philippshospital in Goddelau verlegt. Wenige Wochen später stellte das Erbgesundheitsgericht beim Amtsgericht Offenbach einen Antrag auf Unfruchtbarmachung der 23-Jährigen. Der Eingriff wurde am 17. August 1935 in der Frauenklinik Mainz durchgeführt. Sofies weiterer Lebensweg bis 1942 ist nicht bekannt. Am 6. Juni 1942 wurde Sofie Zimche in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Dort verliert sich ihre Spur.

 

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Hessisches Staatsarchiv Darmstadt; Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 18933 - 1945

Wenn Sie Informationen über die dargestellten Personen beitragen können, setzen Sie sich bitte über diesen Link mit uns in Verbindung!