Gedenkbuch für das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg (1907 – 1942)

Holzmann, Charlotte

Vorname Charlotte
Nachname Holzmann
Geburtsdatum 03.10.1913
Geburtsort/Wohnort Ratibor/Breslau/Halle a.d. Saale
Aufenthalt im Heim „Isenburg“ 01.11.1926 - 23.04.1928
Abgemeldet nach Halle a.d. Saale
Beruf -
Deportation/Flucht Geflohen 1939 nach England
Sterbedatum und -ort 29.07.1980/New South Wales (Australien)

Charlotte Holzmann ist die Schwester der ebenfalls in diesem Gedenkbuch verzeichneten Margot und Ilse Holzmann. Ihre Eltern waren Paul und Hulda Holzmann, geborene Bernstein. Charlotte wurde am 3. Oktober 1913 in Ratibor (Raciborz, Polen) geboren. In den 1920er Jahren zog die Familie über Breslau nach Halle an der Saale.

 

Die Mutter, Hulda Holzmann, starb am 15. April 1925 im Alter von nur 32 Jahren. Charlotte war damals 11 Jahre alt. Vermutlich weil der Vater als Händler viel unterwegs war, gab er seine Töchter in die Obhut des Heims „Isenburg“. Charlotte kam zusammen mit ihrer Schwester Ilse am 1. November 1926 nach Neu-Isenburg, wo sich ihre ältere Schwester Margot bereits seit Sommer 1925 aufhielt. Ilse und Charlotte blieben anderthalb Jahre.

 

Kurz nach Margot Holzmann kehrten am 23. April 1928 auch Charlotte und Ilse nach Halle zu ihrem Vater zurück. Im Januar 1929 heiratete Paul Holzmann zum zweiten Mal. Die drei Schwestern lebten nun im Haushalt ihres Vaters und ihrer Stiefmutter Lea (Leonore), geborene Grünbaum. Später waren sie in Berlin gemeldet.

 

Charlotte Holzmann konnte 1939 aus Deutschland nach England fliehen. Sie starb am 29. Juli 1980 in Australien.

 

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Ingeborg Boxhammer: Marta Halusa und Margot Liu. Die lebenslange Liebe zweier Tänzerinnen. Jüdische Miniaturen, Bd. 175, Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin 2015; www.geni.com/people/Charlotte/6000000070248765850

 

 

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