Stadt Neu Isenburg

Namen

Zellmann, Max

Max zellmann, 1935 (rechts) und 1938 (links)
Max Zellmann, 1935 (rechts) und 1938 (links)

Max Zellmann wurde am 12. März 1928 in Frankfurt am Main geboren. Als er drei Jahre alt war, kam seine Mutter in die Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster. Dort blieb sie von März 1933 bis 7. Februar 1941. Von dort wurde sie in die Tötungsanstalt Hadamar gebracht und wahrscheinlich am selben Tag ermordet.

Sein Vater Icyk war kein deutscher Bürger und musste Deutschland 1933 verlassen. 1944 ging er nach Paästina.

Max kam zusammen mit seiner Schwester Hella Zellmann am 31. März 1933 aus Frankfurt am Main ins Heim 'Isenburg'. Hella Zellmann ist ebenfalls in diesem Gedenkbuch vermerkt.

Am 30. April 1934 kam Max ins Kinderheim nach Dietz. Ein Jahr später am 20. August 1935 musste er das Kinderheim verlassen, weil die Nationalsozialisten es zwangsräumten und die Bewohner fliehen mussten. Er kam in das Waisenhaus im Röderbergweg in Frankfurt am Main. 

Am 11. November 1938 kam seine Schwester Hella ebenfalls in dieses Heim, nachdem die Nationalsozialisten das Hauptgebäude des Heims 'Isenburg', in dem die Schulkinder untergebracht waren, zerstört hatten.

Am 6. Dezember 1938 flüchteten Max und Hella Zellmann gemeinsam mit anderen Kindern aus dem Waisenhaus und wurden in einem Kindertransport nach Frankreich gebracht. Dort wurden sie von der Kinder-Rettungsorganisation "OEuvre de secours aux enfants (OSE)" im Kinderhaus Le Couret in Saint-Laurent-les-Églises versteckt. 1941 waren sie im Château de Couret, Departement Haute-Vienne in den Pyrenäen versteckt. Er überquerte die Pyrenäen und kam nach Cadiz, Spanien. Von dort fuhr er mit dem Schiff nach Palästina.

Er wurde  mit Hilfe der Jugendaliyah nach Palästina gerettet.

Max Zellmann, der sich in Israel Mordechai Yaron nannte, gründete ein Kibbutz im Süden Israels (Kibbutz Gevim). Er heiratete die in Niederhöchstadt 1928 geborene Ilana Bodenheimer, die mit ihm zusammen 1944 nach Israel gekommen war. Das Ehepaar bekam zwei Kinder. Sie verließen ds Kibbutz. Max studierte studierte Landschaftsarchitektur , gründete sein eigenes Unternehmen und gestaltete viele bedeutende Orte im Süden Israels, darunter Wohnviertel, Universitäten und Kibbutzim.

Er heiratete Ilana Bodenheimer, geboren 1928 in Niderhöchstadt. Sie kämm 1944 mit ihm nach Israel.

Er wurde 90 Jahre alt und starb im Jahr 2019.

Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; dank seiner Tochter, Dorit Yaron, und Dr. Lothar Tetzner konnte diese Biografie vervollständigt werden.

Stand: 05.07.2026 (EEP) 

VornameMax
NachnameZellmann
Geburtsdatum12.03.1928
Geburtsort/WohnortFrankfurt am Main
Aufenthalt im Heim „Isenburg“31.03.1933 bis 30.04.1934
Abgemeldet nachDietz (Kinderheim)
BerufZögling

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