Rosa Goldmann, geb. Müngelgrün wurde am 8. Juli 1887 geboren.
Um 1900 kam sie in den Haushalt ihres älteren Bruders nach Offenbach am Main.
Sie absolvierte eine vierjährige Ausbildung in der Frankfurter Jüdischen Haushaltungsschule (Theobaldstraße), die von Bertha Pappenheim geleitet wurde. Diese hatte sie von ihrem Bruder vermittelt bekommen.
1907 stellte Bertha Pappenheimers sie als Hausvorsteherin in ihrem Privathaushalt ein (Feldbergstraße, Frankfurt am Main). Sie nannte sie 'Resi'.
Im gleichen Jahr lernte Rosa Max Goldmann kennen, der sich gerade in seiner Meisterprüfung zum Schuh- und Orthopädieschmacher befand.
Während Bertha Pappenheims Reisen im Jahr 1908 überließ sie Rosa das Haus vollkommen. Bertha Pappenheim brachte ihr Geschenke von ihren Reisen mit. Unter andrem half Rosa auch im Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg.
1910 verlobten Rosa und Max sich.
Am 28. November 1911 heirateten sie in London. Die Reise nach London war das Hochzeitsgeschenk von Bertha Pappenheim und wurde von ihr organisiert.
Am 8. Dezember 1912 zogen die beiden auf Betreiben Bertha Pappenheims und längeren Streitereien darüber von Offenbach am Main nach Neu-Isenburg in die Frankfurterstr. 26.
Am 14. September 1912 wurde ihr Sohn Willi Goldmann geboren.
Er verbrachte seine Schulzeit und die zweijährige Ausbildung auf der Handelsschule in Neu-Isenburg. Danach absolvierte er eine weitere Ausbildung in Frankfurt am Main.
Auf Initiative von Bertha Pappenheim begann er, als Vorbereitung auf die Emigration, das Schuhhandwerk zu lernen.
Am 1. Oktober 1914 zog die Familie in eine Dreizimmer-Wohnung mit kleinem Ladengeschäft in die Frankfurters. 19 in Neu-Isenburg.
Am 13. März 1915 wurde ihre Tochter Johanna geboren. Bertha Pappenheim legte Wert darauf, dass Johanna am Handarbeitsunterricht im Heim 'Isenburg' teilnahm.
Bis 1933 war die Familie Goldmann in Neu-isenburg gut integriert.
Anfang 1933 verlor Willi Goldmann seine Arbeitsstelle.
Im Juli erhielt Willi über den Jüdischen Turnerbund und mit Empfehlung des Vorsitzenden des Palästinaamtes ein Einwanderungszertifikat für Palästina.
Ende August emigrierte er.
1935 holte Willi seine Eltern und seine Schwester nach.
Schwester Johanna jedoch war zu alt für das Familienvisum. Durch die Vermittlung von Bertha Pappendem trug der englische Generalkonsul in Frankfurt Johanna einfach in das Visum der Eltern ein. die englischen Einwanderungsbeamten in Palästina entdeckten die Manipulation, ließen Johanna jedoch einreisen.
1943 starb Max Goldmann in Palästina
1974 starb Rosa Goldmann in Israel.
Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg
Stand: 06.07.2026 (EEP)
| Vorname | Rosa |
|---|---|
| Nachname | Goldmann, geb. Müngelgrün |
| Geburtsdatum | 08.07.1887 |
| Beruf | Haushaltsvorsteherin |
| Deportation/Flucht | 1935 Emigration nach Palästina |
| Sterbedatum und -ort | 1974, Israel |
