Manfred Finkelstein wurde am 4. Oktober 1927 in Frankfurt am Main geboren und befand sich zusammen mit seiner Mutter Perla von 14. Oktober 1927 bis 16. April 1928 im Heim 'Isenburg'.
Er ist der Sohn von Perla Finkelstein und ein Bruder von Arthur Finkelstein, die ebenfalls in diesem Gedenkbuch verzeichnet sind.
Vermutlich übergab Perla am oder nach dem 16. April 1928 ihren ersten Sohn zur Adoption in Oslo. Im Meldeverzeichnis ist als Abmeldeadresse 'nach Sprendlingen/Oslo' vermerkt. Danach ist sie wohl mit Manfred zusammen zu ihren Eltern nach Sprendlingen zurückgekehrt. Manfred Finkelstein ist in dem Buch 'Juden in Sprendlingen' unter der Adresse der Großeltern aufgeführt.
1933 flüchtete Manfred mit seiner Mutter Perla nach Polen. Beide überlebten unter ungeklärten Umständen.
1947 emigrierte Manfred nach Palästina und nannte sich dort Moshe Avni. Er wurde Vater von zwei Töchtern.
Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; 'Die Sprendlinger Juden', erstmals 1983 veröffentlicht und 2024 vom Verein Freunde Sprendlingens in Zusammenarbeit mit dem Stolperstein-Projekt neu aufgelegt
Stand: 06.07.2026 (EEP)
Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg
| Vorname | Manfred |
|---|---|
| Nachname | Finkelstein |
| Geburtsdatum | 04.10.1927 |
| Geburtsort/Wohnort | Frankfurt am Main |
| Aufenthalt im Heim „Isenburg“ | 14.10.1927 - 16.04.1928 |
| Abgemeldet nach | - |
| Beruf | - |
| Deportation/Flucht | 1933 ausgewandert nach Polen, dort die Shoah überlebt, nach dem Zweiten Weltkrieg nach Palästina emigriert |
| Sterbedatum und -ort | - |
