Stadt Neu Isenburg

Namen - Biografien

Stern, Else (Elsa)

Else (Elsa) Stern ist am 27. April 1923 in Marburg an der Lahn geboren. Sie ist die Tochter der 1904 in Hochstadt geborenen Hilda (Hilde) Stern, die Schwester von Marianne und Irene Stern, die Nichte von Hedwig Stern und die Cousine von Paula und Ruben Stern. Sie alle sind ebenfalls in diesem Gedenkbuch verzeichnet.

Elsa ist in der Universitäts-Frauenklinik in Marburg geboren. Ihre Mutter war unverheiratet und kam aus Hochstadt im Landkreis Hanau (heute Main-Kinzig-Kreis). Sie war von Beruf ,Dienstmädchen'. Die Überweisung in die Frauenklinik des Universitätsklinikum Marburg deutet auf einen schwierigen Schwangerschaftsverlauf hin. Das Uniklinikum Marburg mit angeschlossener Hebammenschule hatte sich seit 1800 mit der Einrichtung eines Geburtshauses auf Geburtsmedizin spezialisiert.

Gemäß Geburtseintrag lautete der amtliche Name von Mutter und Kind ,Hilde' und ,Else'. 

Else Stern war ein Jahr alt war, als sie von Marburg am 5. Juni 1924 in die Obhut des Heims 'Isenburg' kam. Am 25. Juni 1925 wurde Elsa in das Kinderhaus des Frankfurter Diakonissenhauses gebracht, das sich in der Holzhausenstraße befand. 

Else Stern kam am 6. Januar 1936 ein zweites Mal in das Heim 'Isenburg'. Diesmal kam sie von Alzenau in Unterfranken nach Neu-Isenburg.

Am 1. Dezember 1939 wird sie aus Neu-Isenburg nach Frankfurt, Wöhlerstr. 6 abgemeldet. Hier befand sich (wie auch in den Hausnummern 8 und 13) ein jüdisches Altersheim, das ab Kriegsbeginn als NS-Sammellager für Deportationen missbraucht wurde.

Sie wohnte zuletzt im Rechneigraben 18/20 in Frankfurt am Main. Hier befand sich ein jüdisches Altersheim, das im August/ September 1942 als Sammelpunkt für Deportationen in die Konzentrations- und Vernichtungslager genutzt wurde.

Am 24. September 1942 wurde sie von Frankfurt am Main zur Tötungsanstalt Raasiku bei Tallin (Estland) deportiert und am 23. August 1944 weiter in das Konzentrationslager Stutthof.

Todesdatum und -Ort sind unbekannt.

Quelle: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Informationen, zur Verfügung gestellt von Hamuthal und Prof. Asher Ben Arieh; Shoah Memorial Frankfurt am Main

VornameElse (Elsa)
NachnameStern
Geburtsdatum27.04.1923
Geburtsort/WohnortMarburg
Aufenthalt im Heim „Isenburg“05.06.1924 - 25.06.1925; 06.01.1936 - 01.12.1939
Abgemeldet nachFrankfurt am Main, Holzhausenstraße (Kinderhaus des Frankfurter Diakonissenhauses); Wöhlerstr. 6, Frankfurt am Main
Beruf-
Deportation/Flucht

Deportiert am 24. September 1942 von Frankfurt am Main zur Tötungsanstalt Raasiku bei Tallin (Estland). Am 23. August 1944 wurde sie in in das KZ Stutthof verlegt.

Sterbedatum und -ortErmordet, Konzentrationslager Stutthof

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